Kinesiologische bzw. bioinformative Testverfahren

Bei kinesiologischen oder bioinformativen Testverfahren handelt es sich um diagnostische Methoden, die mit Hilfe von Testreizen Fragen an den Organismus des Patienten stellen, auf die dieser mit einer Änderung physiologischer Parameter reagiert.
Diese Parameter sind zum Beispiel die Muskelkraft und Muskellänge bestimmter Muskeln und Muskelketten, der Hautleitwert an Akupunkturpunkten oder der Gefäßpuls an der Arteria radialis.

Das prinzipielle Vorgehen ist bei allen diesen Testverfahren sehr ähnlich: Der Tester prüft, ob sich der betreffende physiologische Parameter verändert, während der Patient mit den Testreizen (Testinformationen) konfrontiert wird.
Eine Änderung wird als positiver Test bewertet und kann zum Beispiel auf eine chronische Belastung (Störfeld) hinweisen, die auf diese Weise entdeckt werden kann (siehe auch Störfelddiagnostik).

Einige verbreitete Testverfahren finden Sie im Folgenden kurz beschrieben.


Kinesiologischer Muskeltest

Kinesiologischer Muskeltest

Der Muskeltest geht auf Florence und Henry Kendall zurück. Der amerikanische Chiropraktiker George Goodheart übernahm den Test in sein inzwischen sehr verbreitetes System der Applied Kinesiology.

Weitere wichtige Systeme sind die Psychokinesiologie, Klinische Kinesiologie und Neurokinesiologie.
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Armlängenreflextest

Armlängenreflextest

Der Armlängenreflex wurde erstmals von Raphael van Assche entdeckt.
Bei diesem Test erkennt der Tester die Reaktion des Patienten an einem Unterschied der Armlängen.

Auf der Basis des Armlängenreflextests hat Raphael van Assche ein diagnostisches und therapeutisches Testsystem, die Physioenergetik, entwickelt.
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Hautleitwertmessung

Bei der Hautleitwertmessung wird mit elektronischen Geräten gemessen, welchen Leitwert bzw. Widerstand die Haut über bestimmten Akupunkturpunkten gegenüber einem elektrischen Impuls aufbaut.
Kann der Leitwert bei Konfrontation mit einer Belastung nicht aufrecht erhalten werden, so ist die betreffende Belastung für den Patienten relevant.

Als Erstes wurde dieses Testprinzip in der sogenannten Elektroakupunktur nach Voll eingeführt. Derivate und Weiterentwicklung dieses Testsystems sind zum Beispiel die Bioelektronische Funktionsdiagnostik und der Vegetative Reflextest (VEGA-Test).


Pulsreflextest

Der Pulsreflex wurde von Nogier entdeckt.
Dabei gilt eine Veränderung der fühlbaren Pulswelle an der Arteria radialis als positives Signal für eine entsprechende Belastung.

Auf der Basis des Pulsreflexes hat Nogier das Testsystem der Aurikulomedizin eingeführt, das von Bahr weiterentwickelt wurde.